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Zweite Innovationsbörse bei Siemens in München

Design, Funktion und High Tech:
der Förderkreis Innovation der WJD e.V. stellt aus

von Barbara Massury

„Mit dem Innovationspreis leisten wir unseren Beitrag, Mut und Entwicklungsbereitschaft junger Unternehmer zu stärken.“ Mit diesen Worten läutete der Stellvertretende Vorsitzende des Förderkreises Innovation der WJD e.V., Hans-Dieter Over die diesjährige Innovationsbörse bei Siemens in München / Perlach ein. Gute Chancen die Auszeichnung zu erhalten, hätte derjenige, dessen Innovation nicht nur bahnbrechend sei, sondern auch gleichzeitig Arbeitsplätze schaffe, sagte Over und wandte sich damit an die 21 Aussteller, die gekommen waren, um den mit 10.000 Mark dotierten Innovationspreis zu gewinnen.

Außer Konkurrenz mit akrobatischer Innovation: Die Münchener Firma „innovatop – wir bewegen Teams“ von Dipl.-Ing. Eckhard Moritz präsentierte ihren neuen Ansatz zur Teamfähigkeit auf anschauliche Weise

Auch 1999 haben sich wieder Erfinder in großer Bandbreite Herausforderungen ganz praktischer und sehr komplexer Natur gestellt, hatte sich im Vorfeld der Ausstellung gezeigt. Nun konnten die Wettbewerber zum zweiten Mal in der fünfjährigen Geschichte des Vereins ihre Einreichungen nicht nur auf Papier präsentieren, sondern auch tatsächlich zum Ausprobieren und Anfassen ausstellen. Mehr als 20 Erfindungen und Neuentwicklungen – vom elektronischen Ordnungshüter über Entwicklungen im Umwelt-Technologie-Bereich bis hin zum 500 kg- Glasbett – konnten von der Jury direkt vor Ort begutachtet werden.
Dr. Thomas Lackner, Jurymitglied und Leiter der Abteilung „Innovative Businesses“ der Zentralabteilung Technik bei Siemens unterstütze das Projekt tatkräftig. Veranstaltungen wie der Innovationspreis und die Innovationsbörse der Wirtschaftsjunioren Deutschland trügen wesentlich dazu bei, einem breiten Publikum klarzumachen, daß Innovationen die wichtigste Voraussetzung für Wohlstand und Arbeitsplätze in Deutschland seien, betonte er. Wie sehr sie als Motor der Wirtschaft wirkten, ließe sich mit nur einer Zahl belegen: So entfielen bei Siemens mehr als drei Viertel des Umsatzes auf Produkte, die jünger als fünf Jahr seien, unterstrich er.

In der Innovations-Ausstellung selbst wurden Thomas Lackner und die weiteren Jurymitglieder dann auf sehr anschauliche Weise vom Potential junger Innovatoren überzeugt: So stellte der 21jährige Erfinder Thorsten Bartsch sein Findentity-System vor, mit dem in Sekundenschnelle mittels Sensoren Akten aufgespürt werden können. High Tech machts möglich! Handfester dagegen die Erfindung Werner Betzenhofers, der sein Teletop-System präsentierte und damit einen der erstmalig ausgeschriebenen zwei Innovationspreise gewann. Krisen des Handwerkers und hobbytreibender Heimwerker verspricht er zu lindern - durch ein System, ebenso praktisch wie einfach und genial: Zum befestigen von Holzlatten und Gipskartonplatten an Decken entwickelte er die langersehnte magische dritte Hand als Montagehilfe. Der jonglierende Heimwerker und der gelangweilte Halter-Azubi gehören damit der Vergangenheit an!

Besonders am Herzen liegt Erfindern im neuen Jahrtausend nach wie vor der Umweltschutz, denn zahlreiche Einreichungen ranken sich auch dieses Jahr um dieses Thema: So etwa das ausgeklügelte Klimatisierungssystem auf Basis der Wärmepumpentechnologie, Ecosolar, des 30jährigen Tomas Hecker, der damit ebefalls zum Preisträger wird.

Welche Innovation die Jury als erstklassig eingestuft hat, dessen werden wir auf der WJD Bundeskonferenz gewahr. Im Rahmen dieses WJD-Jahreshighlights ist die Innovationspreisverleihung gute Tradition und wichtiges Medienevent. Die mit 10.000 Mark dotierte Auszeichnung ist ein mittlerweile deutschlandweit begehrter Preis für junge Erfinder und Innovatoren unter 40 Jahren, die eine Produktinnovation oder eine neuartige Dienstleistung entwickelt und auf den Markt gebracht haben. Seit fünf Jahren zieht sie auch interessiertes Fachpublikum zu den Konferenzeröffnungen. Der diesjährige Innovationspreisträger wird im Rahmen der Bundeskonferenz in Passau gekürt.

Parallel zur Wettbewerberschau fand die Mitgliederversammlung des Innovationskreises statt. Zum neuen Vorsitzenden des Förderkreises Innovation der WJD e.V. wurde Rüdiger Latzig gewählt, der den Vorsitz nach vierjähriger Amtszeit von Prof. Dr. Uwe Hannig übernimmt. Rüdiger Latzig forderte anläßlich seiner Wahl eine Verbesserung des Innovationsklimas in Deutschland - entsprechend sei auch die Zielsetzung des Vereins für die nächsten Jahre zu formulieren. Für seine Amtszeit hat sich der neue Vorsitzende die konzeptionelle Fortentwicklung des Förderkreises Innovation der WJD e.V. auf die Fahnen geschrieben. Geplant ist unter anderem die Entwicklung eines Innovationsnetzwerkes mit deutschen Hochschulen.

Seit 1995 unterstützt der Förderkreis Innovation der WJD e.V. in Zusammenarbeit mit den VDI-Nachrichten und der Zeitschrift impulse junge mutige Unternehmer. Neben dem bisherigen Preisgeldstifter Prof. Dr. Artur Fischer, dem Erfinder des Fischerdübels, engagieren sich namhafte Firmen wie die Deutsche Babcock, Daimler Chrysler und Siemens tatkräftig in dem Verein.
Wer sich für die Entwicklung neuer Produkte und für die Förderung von Innovationen in Deutschland einsetzen möchte, ist im Förderkreis Innovation der WJD e.V. herzlich willkommen.

Nähere Auskunft gibt es in der Bundesgeschäftsstelle der Wirtschaftsjunioren Deutschland unter Telefon 0228 /104515.

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