Jaycees in Rumänien, Japan und Deutschland gemeinsam engagiert
Besuch des JCI-Vize-Präsidenten Makoto Igarashi Einladung zur japanischen Nationalkonferenz im Oktober
von Franz-Jürgen Preis
,Den Frankfurter Flughafen kenne ich mittlerweile besser, als die von Osaka und Sapporo zusammen. Leicht übermüdet landet Ma-koto Igarashi Ende April in Frankfurt. Ich freute mich, ihn in meiner Funktion als International Officer in Deutschland willkommen zu heißen. Makoto Igarashi ist einer der Vize-Präsidenten von Junior Chamber International, ein erfahrener Repräsentant unserer internationalen Dachorganisation. So wie jeder andere JCI Vize-Präsident betreut auch er ganz persönlich eine Reihe ihm zugewiesener JC-Nationalverbände. Es gehört u.a. zu seiner ersten Pflicht, diesen Nationalverbänden besondere Unterstützung und internationale Präsenz vor Ort zu geben. Aber dieses mal waren nicht die Wirtschaftsjunioren Deutschland das Ziel seiner Reise, sondern vielmehr die Jaycees aus Rumänien.
Begonnen hat alles 1996, seinerzeit mit einem Deutschland-Besuch des JCI-Vize-Präsidenten Kassy Kashihata. Zuständig für WJD und gleichzeitig für die Jaycees in Rumänien, legte er den Grundstein für die enge Zusammenarbeit von Rumänen und Deutschen, für die sich besonders die rheinland-pfälzischen Wirtschaftsjunioren einsetzten. Seitdem engagieren sich die WJD für Rumänien und leisten dort - gemeinsam mit den Japanern - die dringend benötigte Hilfe zur Selbsthilfe.
Bukarest, Brasov und die Karpaten waren die Stationen des Besuches von Makoto Igarashi in Rumänien. Mit großem Herz und hohem organisatorischen Aufwand haben die rumänischen Freunde Makoto empfangen. Vertreter der japanischen Botschaft, des rumänischen Außenministeriums, zahlreicher deutscher und rumänischer Firmen, der Handelskammern und die jeweiligen Repräsentanten der besuchten Städte suchten den Kontakt zu Makoto und den JC Romania. Schon traditionell war auch eine kleine Delegation der rheinland-pfälzischen Junioren mit ihm unterwegs, vertiefte und erneuerte die bestehenden Kontakte.
Makoto war überrascht und hoch erfreut. Der Neuanfang ist gelungen; Bei allen Programmpunkten und Veranstaltungen war der neue drive zu spüren. Rumänien ist ein Bestandteil Europas und die JC Romania wollen umso mehr den Kontakt zu den anderen Jaycees vertiefen. Bei einem durchschnittlichen monatlichen Einkommen von ca. 200,- DM sind es jedoch ganz handfeste Probleme, die dies erschweren. Die Unterstützung von Junior Chamber ist zugesagt, die der Wirtschaftsjunioren Rheinland-Pfalz und von WJD ebenso.
Makoto Igarashi nutzte seinen kurzen Deutschlandbesuch aber auch zu einem Gespräch mit Staatssekretär Günter Eymael im rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium. Eymael hatte 1998 für die japanische Nationalkonferenz eine Auswahl rheinland-pfälzischer Weine gesponsert. Makoto Igarashi überbrachte noch einmal den Dank der JC Japan, nicht ohne zu vergessen, daß in diesem Jahr der Wein sicherlich sehr vermißt würde.
Er freue sich ganz besonders auf diese, seine nächste Nationalkonferenz in Japan. Es werden sich wieder wieder zwischen 12.000 und 15.000 Mitglieder zur jährlichen Convention, dieses Mal in Yamagata, treffen. Eine große Herausforderung für die Jaycees aus Yamagata, einer Stadt in den japanischen Bergen mit ca. 200.000 Einwohnern. Einer von Ihnen ist Makoto, der besonders herzlich die deutschen Freunde zu dieser Konferenz in seine Heimatstadt einlädt. Eine imposante Konferenz, vielleicht auch wieder mit rheinland-pfälzischem Wein. Sein freundschaftlicher Gruß ist wohl angekommen - die Einladung zu dem Erlebnis Nationalkonferenz Japan auch!
Enge Freundschaft zwischen Düsseldorf und Sapporo

Bringing worlds together: Die Delegationen aus Sapporo und Düsseldorf im Berliner Hotel Esplanade
Gerade für Düsseldorfer ist es wichtig, sich den Kulturkreis Japan zu erschließen, so Robert Faßbender, Vorsitzender der Düsseldorfer Writschaftsjunioren. Die japanischen Mitbürger seien aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Sie bereicherten die kulturelle Vielfalt Düsseldorfs und seien ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Landeshauptstadt. Um von den vielen Chancen des Miteinanders profitieren zu können, müssen wir in einen dauerhaften Dialog treten, so Faßbender weiter.
Unter dem Motto bringing worlds together haben die Düsseldorfer Junioren dafür eine Projektgruppe Japan gegründet, die einen regelmäßigen Stammtisch für Japaner und Düsseldorfer anbeitet. Gezielt intensivieren sie den Kontakt zu den Junioren aus Sapporo. Im Rahmen der Europakonferenz und zum Auftakt ihres Japanjahres trafen in Berlin 18 Jaycees aus Sapporo mit der Düsseldorfer Delegation zu einem japanischen Frühstück zusammen. Vereinbart wurde u.a. der gemeinsame Besuch der EXPO 2000 in Hannover sowie eine Reise zur Weltkonferenz, die von den Sapporo-Jaycees ausgerichtet wird.
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